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Geschichte

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Die Dorfgemeinde Hermanovce befindet sich in einem Seitental der Verkehrsachse zwischen der Stadt Prešov (20 km) und der Hohen Tatra (60 km). Im Jahr 1320 zum ersten Mal als „Villa Hermani Superior et Inferior“ schriftlich erwähnt, erfolgte die Vereinigung der getrennten Orte erst im 18. Jahrhundert unter der Adelsfamilie Péchy von Péchujfalu. Diese Familie erhielt ihren Adelstitel im Jahr 1555 vom König Ferdinand I. (1503-1564), dem Bruder des mächtigen Kaisers Karl V. und kurze Zeit später Ländereien in Nordungarn, der heutigen Ostslowakei. Die Kleinstadt Pečovská Nová Ves trägt heute noch einen Teil ihres Namens. Zum Grossgrundbesitz in der Gemeinde Hermanovce kam László Péchy dank seiner Heirat mit Zsófia Úsz. Dank einer besonderen Liebesgeschichte entstanden um 1780 das klassizistische Landschloss und die römisch-katholische Kirche direkt gegenüber: Als sich der junge Landherr Ferenc Péchy in Barbara Bereczky verliebte, hielt er um ihre Hand an. Seine Herzensdame stellte ihm jedoch eine Bedingung: Er müsse ihr ein neues Schloss auf dem Hügel bauen. Ihrem Wunsch entsprechend entstand das heutige Herrenhaus, während Barbara die Gemeinde mit der katholischen Kirche und einem gotischen Altar beschenkte. Von ihrer Liebe zeugt das kürzlich renovierte, klassizistische Mausoleum vor der Kirche, das die beiden Särge beherbergt. Der drei Hektaren grosse englische Park wurde um das Jahr 1830 angelegt.

Das Jagdhaus, vom letzten Gutsherrn Georg Péchy von Péchújfalu vor etwa hundert Jahren für seine privaten Gäste erbaut, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet, wie auch seine Schnapsbrennerei, der Gutshof, alle Felder und Wälder. Anfänglich als Schulen genutzt, verfielen die Häuser mit der Zeit zu Ruinen. Seit Mitte der 90er Jahre bemüht sich die Enkelin Georgs von Péchy, Klara Szakall von Losoncz, das Familienerbe - Park, Häuser und 300 Hektaren Wald - zu retten und zu bewahren.